Seegurken fehlt die Lobby

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Vor allem in Asien ein Leckerbissen: Seegurken.

Die Flossen von Haifischen, das Fleisch, die Eier und der Panzer von Meeresschildkröten: Vor allem im asiatischen Raum sind dies äusserst begehrte Produkte. Und die hohe Nachfrage bedroht die Bestände der jeweiligen Arten. Doch immerhin: Man spricht darüber – und die naturschützerischen Aufrufe finden zumindest teilweise Anklang.

Anders sieht es hingegen bei den Seegurken aus. Diese haben schlicht keine Lobby, die sich für sie einsetzt. Und so landen Tausende von ihnen in Asien – vor allem in China – als Leckerbissen auf den Tellern. Aufgrund der Überfischung gelten einige Seegurken-Arten als gefährdet. Weiterlesen

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Aus Kaffeesatz wird Kaffeetasse

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Was beim Kaffeemachen übrig bleibt, wird zu Geschirr. (Bild: Markus Hofmann)

Erde zu Erde, Asche zu Asche, Staub zu Staub – und Kaffee zu Kaffee. Ich sitze in der „Oslo Kaffebar“ in Berlin, vor mir auf dem Tisch steht ein frischgebrauter Espresso, aber nicht in einer weissen Porzellantasse, sondern in einer braunen Tasse, die aus einem undefinierbaren Material gefertigt zu sein scheint. Anders als Porzellangeschirr ist dieses Gefäss sehr leicht. Es hinterlässt den Eindruck, nicht so rasch zu zerbrechen. Fiele es auf den Boden, ginge es wohl nicht kaputt. Plastik? Oder irgendein anderer Kunststoff? 

Nein. Die Kaffeetasse besteht aus – Kaffee. Weiterlesen

Feuchtgebiet statt Flugplatz – ein Märchen

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Gleich zwei Bundesräte reisten an diesem sonnigen Samstag von Bern nach Dübendorf: die Umwelt- und die Verteidigungsministerin. Mitten im Frühling war es endlich soweit. Am 3. Mai 2025 konnte die „Wildniszone Dübendorf“ der Bevölkerung übergeben werden.

Bereits 115 Jahre zuvor hatte am selben Ort ein grosses Volksfest stattgefunden. Damals wurde ein neuer Flugplatz gefeiert. Dübendorf wurde in der Folge zur Wiege der Schweizer Luftfahrt. Lange Zeit startete von hier aus das Überwachungsgeschwader, um die Schweiz zu verteidigen. Dann änderten sich die Zeiten. Militärisch spielte der Flugplatz Dübendorf kaum mehr eine Rolle.

Die zivile Luftfahrt war allerdings weiterhin am Flugfeld interessiert. Auch weitere Vertreter der Wirtschaft sowie der Forschung schauten begierig auf den frei werdenden Platz und wollten einen Innovationspark erstellen.

Dann, wie aus dem Nichts, tauchte plötzlich eine völlig neue Idee auf.

Verwandeln wir die 256 Hektaren in ein Naturschutzgebiet von internationaler Bedeutung! Geben wir der Natur in der dichtbesiedelten Schweiz ein wenig Raum zurück!

Ein verrückter Vorschlag. Niemand glaubte an seine Umsetzung. Doch nach und nach fanden sich für alle Fragen überzeugende Antworten. Weiterlesen

Ökosünden beichten? Besser gleich verzichten

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Gesündigt? Dann ab zur Beichte. (Bild Markus Hofmann)

Oje, nun gibt es einen „Ökobeichtstuhl“. Die Verbindung von „Öko“ und Religion wird gerne von denjenigen gezogen, die ökologisches Handeln als reine Glaubenssache und damit als im Grunde überflüssig abtun. Auch sogenannte Zukunftsforscher haben im „Ökologismus“ schon die neue „Weltrettungsreligion“ erkannt. Doch der Ökobeichtstuhl stammt weder von Öko-Kritikern noch von Hellsehern. Gebaut haben ihn Forscher der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (Institut für Umwelt und natürliche Ressouren). Derzeit steht er im neuen Kulturpark in Zürich. Weiterlesen