Mal was Positives: Der Mittelspecht feiert ein Comeback in der Schweiz

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Mittelspecht, hier mal an einer Birke und nicht an einer von ihm geliebten Eiche. (Bild: Marek Szczepanek)

Das nennt man wohl Übererfüllung. Vor zehn Jahren setzten sich das Bundesamt für Umwelt zusammen mit Birdlife Schweiz sowie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach für den Mittelspecht ein Ziel: Bis 2035 sollten wieder mindestens 700 Brutpaare dieser Spechtart in der Schweiz leben. Damals schätzte man den Bestand auf rund 500 Brutpaare: ein kleiner und verletzlicher Bestand, wie es damals hiess.

Nun hat man erneut gezählt: 2016 waren es – sage und schreibe: 1696 bis 2042 Mittelspecht-Reviere, wie Martin Schuck et. al. in der neusten Ausgabe des „Ornithologischen Beobachters“ berichten (Band 115, Heft 2, Juni 2018, 91-106). Also über dreimal mehr als 2008, als der „Aktionsplan Mittelspecht Schweiz“ ins Leben gerufen wurde. Ingesamt gehen die Schätzungen davon aus, dass der Mittelspechtbestand gesamtschweizerisch seit dem Jahr 2000 um den Faktor 2 bis 2,5 zugenommen hat. Weiterlesen

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Nachglühen: Leuchtkäfer-Kunst

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„Glühbahnen“ von Marianne Engel in der Stadtgärtnerei Zürich. (Foto: Markus Hofmann)

Noch bis zum 17. Juli dauert „Fireflies!“, die Leuchtkäfer-Kunstausstellung in der Zürcher Stadtgärtnerei. In dieser kleinen, aber feinen Ausstellung zeigen verschiedene Künstler Werke, bei denen sie sich von Glühwürmchen inspirieren liessen. Am besten gefällt mir die Arbeit von Marianne Engel. Sie bildet die Natur nicht mehr oder weniger verfremdend ab, sondern bei ihr wird die Natur wirklich Teil des Werks. In der Fotoserie „Glühbahnen“ macht sich Engel die Biolumineszenz der Glühwürmchen zunutze: Leuchtkäfer belichteten den Fotofilm direkt. Die Fotos überzeugen ästetisch, strahlen aber auch etwas Beunruhigendes aus. Man ahnt, wie rasch Schönheit vergeht und das Dunkle hinterlässt.

Fast ganz dunkel wird es in der „Pilzgarage“. Dort hat Engel verschiedene Objekte (Wurzeln, kleine Bäume, Hasenkadaver, Pilze) mit Leuchtpigmenten gefärbt. Erst wenn sich die Augen an die Dunkelheit gewöhnt haben, erschliesst sich dem Betrachter das schwache Glühen. Es beginnt zu leuchten, was man in der überbelichteten Zivilisation nicht (mehr) sieht.

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Es braucht etwas Geduld, bis man in der „Pilzgarage“ das Leuchten verschiedener Objekte wahrnimmt. (Bild: Markus Hofmann)

Es wäre möglich: Welternährung ohne Waldverlust

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Der Erhalt der Wälder hängt von unserer Ernährungsweise ab.

Oft muss Wald weichen, wenn es Flächen für die Nahrungsmittelproduktion braucht. Ob Äcker, Plantagen oder Weiden: Sie breiten sich vielerorts auf Kosten von Wäldern aus.

Doch das müsste nicht sein. Eine ausreichende Ernährung der Weltbevölkerung im Jahr 2050 ist möglich, ohne dass die Waldfläche zurückgehen muss, wie Forscher der Alpen-Adria Universität in Klagenfurt zeigen, nachdem sie 500 verschiedene Zukunftsszenarien durchgerechnet haben. Weiterlesen