Die Zersiedelung kann ein Segen für den Gartenrotschwanz sein. Wenn sie richtig gemacht ist.

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Der Gartenrotschwanz ist selten geworden in den Siedlungen. Ihm fehlen dort alte und grosse  Bäume. (Bild: Thomas Kraft)

Verdichtung ist gut, Zersiedlung ist schlecht. So lautet eine oft gehörte Meinung in Umweltschutzkreisen. Denn dank verdichteter Bauweise bleibe mehr Platz für die Natur, während die Zersiedelung wertvolles Land fresse und damit Tiere und Pflanzen zurückdränge.

Doch so einfacht ist es nicht. Es kann durchaus sein, dass auch die Verdichtung schadet. Denn es gib Lebewesen (neben den Menschen), denen eine gemässigt urbaniserte Umgebung durchaus passt. Zum Beispiel dem Gartenrotschwanz, einem in der Schweiz potenziell gefährdeten Singvogel. Allerdings müssen einige Bedingungen erfüllt sein, damit sich der Gartenrotschwanz in der Stadt zuhause fühlt, wie Ornithologen am Beispiel von La Chaux-de-Fonds im Kanton Neuenburg ermittelt haben (siehe dazu auch hier). Weiterlesen

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Vogelbestände in der Schweiz: Schlecht sieht es im Kulturland aus, gut im Wald

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Verschwunden: Der Grosse Brachvogel brütet nicht mehr in der Schweiz.

Die Buchvernissage findet zwar erst Mitte November statt. Doch mehrere Wochen, bevor das Buch erhältlich ist, bietet die Schweizerische Vogelwarte Sempach Einblick in die Resultate einer ihrer aufwendigsten Publikationen der letzten Jahre: Der neue „Schweizer Brutvogelatlas“ wird aufzeigen, wie sich die Vogelbestände zwischen 1990 und 2016 verändert haben. Der letzte Atlas erschien vor 20 Jahren.

Zwischen 2013 und 2016 haben neben dem Team der Vogelwarte über 2000 Freiwillige die Brutvögel der Schweiz aufgespürt und gezählt. Einige Befunde sind nun bereits bekannt (siehe dazu „Artenförderung Vögel Schweiz“, Rundbrief 22, August 2018; Jahresbericht „Vogelwarte 2018“; „Wo sind die Vögel hin?“, Tages-Anzeiger). Weiterlesen

Mal was Positives: Der Mittelspecht feiert ein Comeback in der Schweiz

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Mittelspecht, hier mal an einer Birke und nicht an einer von ihm geliebten Eiche. (Bild: Marek Szczepanek)

Das nennt man wohl Übererfüllung. Vor zehn Jahren setzten sich das Bundesamt für Umwelt zusammen mit Birdlife Schweiz sowie der Schweizerischen Vogelwarte Sempach für den Mittelspecht ein Ziel: Bis 2035 sollten wieder mindestens 700 Brutpaare dieser Spechtart in der Schweiz leben. Damals schätzte man den Bestand auf rund 500 Brutpaare: ein kleiner und verletzlicher Bestand, wie es damals hiess.

Nun hat man erneut gezählt: 2016 waren es – sage und schreibe: 1696 bis 2042 Mittelspecht-Reviere, wie Martin Schuck et. al. in der neusten Ausgabe des „Ornithologischen Beobachters“ berichten (Band 115, Heft 2, Juni 2018, 91-106). Also über dreimal mehr als 2008, als der „Aktionsplan Mittelspecht Schweiz“ ins Leben gerufen wurde. Ingesamt gehen die Schätzungen davon aus, dass der Mittelspechtbestand gesamtschweizerisch seit dem Jahr 2000 um den Faktor 2 bis 2,5 zugenommen hat. Weiterlesen

Ich gab neues Leben – und malte

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Adolf Dietrich: Raben und Elstern in Winterlandschaft, 1934

„Mich fesselte das Kleine, das Detail: das Spiel des Lichtes in den Krallen eines Krähenfusses, die schimmernden Schuppen im Hochzeitskleid einer Eidechse, das nuancenreiche Farbenspiel der Härchen im Felle eines erlegten Marders, der mir in seiner toten Schönheit so leid tat. Ich gab ihm neues Leben und – malte ihn.“

Adolf Dietrich 1877-1957 Weiterlesen