Vor diesem Porträtisten sind alle Tiere gleich

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Schneegeier aus dem Buch „Birds of the Photo Ark“ von Joel Sartore.

Sein Ziel ist ehrgeizig. Der amerikanische Fotograf Joel Sartore will alle in Zoos gehaltenen Tierarten vor seine Kamera bringen. Das wären rund 12’000 Arten. Sein Augenmerk gilt vor allem gefährdeten Arten. Den mittelamerikanischen Laubfrosch Ecnomiohyla rabborum hatte er fotografiert, kurz bevor dieser ausstarb.

„Photo Ark“ heisst Sartores Projekt, das der unter anderem für National Geographic arbeitende Journalist 2005 startete. Etwa 6500 Tiere, die sich in menschlicher Obhut befinden, hat Sartore bisher in rund 40 Ländern fotografiert. Er schätzt, dass er nochmals 15 Jahre benötigt, bis er sie alle porträtiert hat. Weiterlesen

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Massenaussterben – übrig bleiben nur Worte

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Der Dodo, Ausschnitt eines Bildes von Mansur (Hermitage, St. Petersburg)

Manche Dodos sollen einfach sitzen ge- / Blieben sein, sich mit Stöcken erschlagen lassen haben

Wir befinden uns mitten im sechsten Massenaussterben. Die natürliche Aussterberate wird derzeit um das 1000-Fache überschritten. Arten verschwinden, bevor wir sie überhaupt kennengelernt haben. Andere rafft es vor unserer eigenen Haustüre hinweg. Der Hauptgrund für das „übernatürliche“ Aussterben: der Mensch.

Diesem redet der Dichter Mikael Vogel ins Gewissen. Seinen neuesten Gedichtband „Dodos auf der Flucht“ widmet er ausgestorbenen sowie vom Aussterben bedrohten Tieren – und ein ganzes Kapitel dem titelgebenden Dodo, dem sagenumwobenen Vogel, der Ende des 17. Jahrhunderts auf Mauritius, wo er heimisch war, endgültig von dannen ging. Von Menschen eingeschleppte Ratten, Affen und Haustiere machten dem flugunfähigen Vogel den Garaus. Weiterlesen

Ein Jahr hinter den Churer Wölfen her

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Der Naturfotograf Peter Dettling auf der Suche nach den Wölfen am Calanda. (Screenshot Trailer „Einmal um die Sonne mit den Calanda Wölfen“)

Auch ein missglücktes Unterfangen kann zu einem erfreulichen Ergebnis führen. Eigentlich wollte der Bündner Naturfotograf Peter Dettling 2013 für das Schweizer Fernsehen das Leben einer Wolfsfamilie am Calanda dokumentieren. Doch wer Wölfe in der Wildnis beobachten will, braucht nicht nur viel Glück, sondern auch viel Geduld. Das weiss auch Dettling, der sich auf das Fotografieren von Wölfen spezialisiert hat (allerdings nicht in der Schweiz, sondern in Kanada, seiner zweiten Heimat). Wenig überraschend scheiterte daher der zehntägige Ausflug mit dem Schweizer Fernsehen in die Berge bei Chur. Doch Dettling, dem 2006 das erste Bild eines wieder in die Schweiz eingewanderten Wolfs gelungen war, wollte den Calanda noch nicht verlassen. Und es lohnte sich: Kaum war das Filmteam abgereist, vernahm Dettling das Geheul junger Wölfe. Weiterlesen

Fremde Pflanzen im Bundeshaus

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Schweizer Bundeshaus in Bern.

Im Nationalrat des Schweizer Bundeshauses versammeln sich nicht nur die Nationalräte, sondern manchmal auch die Ständeräte – dies immer dann, wenn die Vereinigte Bundesversammlung einberufen wird; zum Beispiel bei der Wahl eines Bundesrates. Die Ständeräte, die die Kantone vertreten, nehmen auf den ihnen zugewiesenen Plätzen an der hinteren Saalwand Platz. Über den Ständevertretern prangen die jeweiligen Kantonswappen, prächtig geschnitzt in Eichenholz, und oberhalb der Rückenlehnen sind ebenso kunstvolle Flachschnitzereien angebracht.

Dazu heisst es in der offiziellen Broschüre über das Parlamentsgebäude: „Die Rücklehnen der Sitze hat der Deutsche Ferdinand Huttenlocher mit Schnitzereien einheimischer Blumen und Tiere kunstvoll verziert.“

Einheimische Blumen im Schweizer Parlament. Das ergibt Sinn. Doch es trifft nicht zu. Weiterlesen