
Der Sommer steht vor der Tür. Und damit werden bald wieder gefrässige Möwen Gesprächsstoff liefern.
Kaum ein Jahr vergeht, in dem nicht über eine „Möwenplage“ berichtet wird – vor allem in Grossbritannien. Letztes Jahr machte etwa Scarborough Schlagzeilen, einer von vielen Orten an Englands Küsten, wo hungrige Möwen hungrigen Menschen „Fish ’n‘ Chips“ stehlen.
So gross die Aufregung, so vielfältig die Versuche, die Angriffe der Möwen abzuwehren: Sei es durch Anschreien oder Anstarren, unermüdlich suchen die Menschen nach Möwenabwehrmassnahmen.
Neuster Versuch: Imitation von Augen.
Das ist kein unübliches Verfahren in der Tierwelt. Man denke etwa an die Augenflecke des Abendpfauenauges, die es zur Abschreckung von Feinden nutzt. Dabei muss nicht unbedingt die Augenähnlichkeit Irritationen beim Betrachter hervorrufen, diese Wirkung können auch die Kontraste entfalten. Der Anblick starker Kontraste sorgt bei bei vielen Tieren für Misstrauen.

Klappt diese Täuschung auch bei Möwen? Dies fragten sich dieselben Forscherinnen, die bereits die Wirkung des menschlichen Blicks auf Möwen untersucht hatten. Das Experiment und dessen Resultate haben Laura A. Kelley et. al. in „Ecology and Evolution“ publiziert.
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