Sie tun es erneut: Ein See erhält eigene Rechte. Dieses Mal in den USA

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Der Eriesee: Die Bewohner Toledos haben ihm eigene Rechte verliehen.

Das Votum ist deutlich ausgefallen: Am 26. Februar unterstützten mit 61 Prozent der Stimmen die Bewohner Toledos im US-Bundesstaat Ohio die „Lake Erie Bill of Rights“. Nun hat der Eriesee, immerhin der elfgrösste See der Welt, „the right to exist, flourish, and naturally evolve“. Einklagen können dieses Recht die Einwohner Toledos. Sie erhalten auch das Recht auf eine „gesunde Umwelt“. Ein entsprechender Zusatz soll der kommunalen Charta angefügt werden.

Solche „Lebensrechte“ kommen üblicherweise nur menschlichen Personen zu. In den letzten Jahren aber fanden diese sogenannten Rechte für die Natur immer mehr Gehör, in Lateinamerika, Neuseeland oder Indien (siehe dazu meinen Essay „Der befreite Schimpanse und der befreite Fluss: Das anthropozentrische Fundament des Rechts bekommt Risse“). Jetzt also feiert die „Rights of Nature“-Bewegung auch in den USA einen Sieg. Weiterlesen

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