Stadtvögel fürchten Frauen mehr als Männer

Die Herankommenden fest im Blick: Wann ist für die Kohlmeise der Zeitpunkt zur Flucht gekommen? (Bild: Markus Hofmann)

Irgendwann ist es zu viel der Nähe: Auch menschengewohnte Stadtvögel wie Kohlmeisen, Amseln oder Haussperlinge nehmen früher oder später Reissaus, wenn man sich ihnen nähert.

Dabei müssen die Vögel die Kosten und Nutzen der Flucht abwägen: Wie gross ist das Risiko, von einem potenziellen (Fress-)Feind erwischt zu werden, im Vergleich zum Energieaufwand, den die Flucht mit sich bringt? Die Fluchtdistanz ist eine Messgrösse dieser Abwägung.

Es gibt etliche Studien zur Fluchtdistanz von Vögeln, insbesondere auch im städtischen Umfeld. Doch bis vor kurzem hat man noch nie untersucht, ob das Geschlecht des sich nähernden Menschen einen Einfluss auf die Fluchtdistanz von Stadtvögeln hat.

Nun wurde die Lücke gefüllt. Mit überraschendem Resultat.

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Abwehr gefrässiger Möwen: Imitation von Augen als Lösung?

Die nächste Portion „Fish and Chips“ bereits im Blick? (Bild: Kathy Büscher / Pixabay)

Der Sommer steht vor der Tür. Und damit werden bald wieder gefrässige Möwen Gesprächsstoff liefern.

Kaum ein Jahr vergeht, in dem nicht über eine „Möwenplage“ berichtet wird – vor allem in Grossbritannien. Letztes Jahr machte etwa Scarborough Schlagzeilen, einer von vielen Orten an Englands Küsten, wo hungrige Möwen hungrigen Menschen „Fish ’n‘ Chips“ stehlen.

So gross die Aufregung, so vielfältig die Versuche, die Angriffe der Möwen abzuwehren: Sei es durch Anschreien oder Anstarren, unermüdlich suchen die Menschen nach Möwenabwehrmassnahmen.

Neuster Versuch: Imitation von Augen.

Das ist kein unübliches Verfahren in der Tierwelt. Man denke etwa an die Augenflecke des Abendpfauenauges, die es zur Abschreckung von Feinden nutzt. Dabei muss nicht unbedingt die Augenähnlichkeit Irritationen beim Betrachter hervorrufen, diese Wirkung können auch die Kontraste entfalten. Der Anblick starker Kontraste sorgt bei vielen Tieren für Misstrauen.

Die Augenflecke des Abendpfauenauges sollen potentielle Feinde abschrecken oder zumindest irritieren, um dem Falter Zeit zur Flucht zu verschaffen. (Bild: Melani Marfeld / Pixabay)

Klappt diese Täuschung auch bei Möwen? Dies fragten sich dieselben Forscherinnen, die bereits die Wirkung des menschlichen Blicks auf Möwen untersucht hatten. Das Experiment und dessen Resultate haben Laura A. Kelley et. al. in „Ecology and Evolution“ publiziert.

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Heimisches und vielstimmiges Vogelkonzert steigert Wohlbefinden und reduziert Stress

Vertrauter Gesang aus voller Kehle: Rotkehlchen tragen einiges zur heimischen Klangkulisse bei. (Bild: Markus Hofmann)

Vogelgesang tut gut. Spaziert man durch einen Park oder einen Wald und lauscht den Vögeln, wirkt sich dies positiv auf das Wohlbefinden aus, der Stresslevel sinkt. Es gibt etliche Studien, die dies nahelegen (hier eine Untersuchung, die kürzlich erschienen ist).

Jede und jeder kann die Probe aufs Exempel machen. Gerade jetzt im Frühling braucht es dafür keinen grossen Aufwand. Die Vögel singen derzeit um die Wette.

Wie immer, wenn es in der Forschung auf eine Frage eine plausible Antwort gibt, stellen sich neue Fragen. Zum Beispiel: Spielt es für das Wohlbefinden eine Rolle, ob der Gesang von heimischen oder fremden Vögeln stammt? Und hat die Anzahl der zu hörenden Tierstimmen, also die Diversität, ebenfalls einen Einfluss?

Um dies herauszufinden, haben Forscherinnen und Forscher des Deutschen Zentrums für integrative Biodiversitätsforschung der Friedrich-Schiller-Universität Jena, Studentinnen und Studenten einem Experiment ausgesetzt. Die Resultate davon haben Ana Gabriela Cuentas Romero und Kevin Rozario et. al. im „Journal fo Environmental Psychology“ veröffentlicht.

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