Was tun mit Saatkrähen: Erschrecken? Vertreiben? Umsiedeln? Erschiessen?

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Saatkrähen-Kolonie in einem Berner Stadtpark. (Bild: Markus Hofmann)

Wiederkehrende Ereignisse wie Geburtstage, Weihnachten oder Schulbeginn vermitteln Halt im Strom des Alltags. In einigen Schweizer Städten gibt es seit einigen Jahren ein neues solches Ritual: die Aufregung über Saatkrähen. Spätestens ab März, wenn die Saatkrähen in den Bäumen mit dem Nestbau beginnen, schwillt die Diskussion an: Was tun gegen die Saatkrähen, die mit ihrem Gekrächze, ihrem Singen und ihren Bettelrufen die Berner am frühen Morgen aus dem Schlaf reißen und am Feierabend nicht zur Ruhe kommen lassen? Wie vertreibt man die sozialen Rabenvögel, die in Kolonien nisten und ihren weißen Kot auf Gehwegen, Sitzgelegenheiten und – am schlimmsten – auf Autos hinterlassen? Nicht lange dauert es jeweils, bis die ersten Medienberichte erscheinen. „Rabenschwarze Plage“, „Vögel des Anstoßes“, „Kräheninvasion“ lauten die Schlagzeilen. Im Juni, wenn die Saatkrähen ihre Brutkolonien wieder verlassen, ebbt die Diskussion ab, um im nächsten Jahr von neuem anzuheben. Weiterlesen

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