Biodiversität im Schatten des Klimas

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Der Uno-Klimarat IPCC gehört mittlerweile zum Allgemeinwissen. Seine Berichte zum Zustand des Klimas, die er regelmässig veröffentlicht, werden in Politik und Medien breit rezipiert. Gänzlich in seinem Schatten steht hingegen der Biodiversitätsrat, genauer: die „Intergovernmental Science-Policy Platform on Biodiversity and Ecosystems Services“ (IPBES). Diese Plattform wurde 2012 von über 100 Staaten ins Leben gerufen – mit dem Ziel, Politik und Öffentlichkeit auf wissenschaftlicher Basis über die Biodiversität und ihre Verfassung zu informieren. Doch über die Fachkreise hinaus ist die IPBES bisher kaum bekannt. Vergangene Woche trafen sich ihre Mitglieder – darunter auch die Schweiz – in Kuala Lumpur. Ein Bericht zur (bedrohlichen) Situation der Bestäuber sorgte in der Schweiz für wenig Aufmerksamkeit. Eine Ausnahme machte das Radio SRF (Beiträge hier und hier).

Die Beschlüsse des Biodiversitätsrats wurden jedoch gar nicht rapportiert. Einer davon hat es aber durchaus in sich. Bis 2019 soll nämlich der globale Zustand der Biodiversität sowie der Ökosystemleistungen erhoben werden – dies nicht nur im Hinblick auf die sogenannten Aichi-Biodiversitäts-Ziele, die bis 2020 erreicht werden müssen, sondern auch unter Berücksichtigung der Uno-Nachhaltigkeits-Ziele, die letztes Jahr verabschiedet wurden. Weiterlesen

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