Wo Steinbockkadaver liegen, ist Windkraft tabu: die Kollisionsrisiken von Bartgeiern und Windenergieanlagen

Grosses Kollisionsrisiko unter 200 Meter über Boden: Bartgeier in den Alpen. (Bild Daniel Egli/Pixabay)

Der Druck, auch in Naturschutzgebieten Anlagen für erneuerbare Energien zu bauen, steigt enorm. Die Wende hin zu fossilfreier Energieproduktion kommt zu langsam voran. Und der Krieg in der Ukraine macht es noch dringlicher, sich möglichst von Öl und Gas loszusagen, um von diktatorischen Staaten weniger abhängig zu sein.

In der Schweiz sollen daher Anlagen für erneuerbare Energien rascher erstellt werden können. Die Regierung will den dafür nötigen Bewilligungsverfahren Schub verleihen.

Der Schuldige für die bisher anscheinend zu langsamen Verfahren ist rasch gefunden. Der Natur- und Heimatschutz.

So schreibt der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse zur Gesetzesrevision: „Die Erfahrungen in der Praxis zeigen, dass in der Vergangenheit vor allem die überproportionale Gewichtung der Interessen des Natur- und Heimatschutzes zur Verlangsamung oder zum kompletten Abbruch von Projekten geführt haben…“

Der Konflikt zwischen Natur- und Klimaschutz ist voll entbrannt. Da ist es nur klug, präventiv tätig zu werden. Und darüber nachzudenken, wo überhaupt Energieanlagen gebaut werden könnten, ohne grosse Schäden an der Natur anzurichten.

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