Kinder weniger draussen als Gefangene

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So was, was ist denn das? Die natürliche Umwelt ist vielen Kindern fremd.

„Every prisoner who is not employed in outdoor work shall have at least one hour of suitable exercise in the open air daily if the weather permits.“ So lauten die Uno-Regeln: Mindestens eine Stunde lang sollen sich Gefangene täglich an der frischen Luft die Beine vertreten dürfen.

Damit übertreffen sie manche freie Kinder. Eine Umfrage hat nämlich ergeben, dass in Grossbritannien fast ein Drittel der 5- bis 12-Jährigen eine halbe Stunde oder weniger Zeit pro Tag draussen verbringen. Und 20 Prozent spielen kaum je unter freiem Himmel.

Was tun sie denn sonst? Klar, sie sitzen vor einem Bildschirm. In diesen starren sie doppelt so oft wie in Baumkronen, Wiesen oder einen Tümpel. Schuld am kindlichen Outdoor-Mangel sind aber nicht nur Digitalgerätschaften, sondern auch die Angst der Eltern, dass die Kinder vor der Haustüre irgenwie zu Schaden kommen könnten, und schlicht der Mangel an geeigneten Möglichkeiten, sich in der „Natur“ die Zeit zu vertreiben.

Die Umfragewerte werden von einer neuen Studie der britischen Regierung gestützt. Diese ergab, dass 12 Prozent der Kinder die „natürliche Umwelt“ im vergangenen Jahr nie aufgesucht hatten. Zum Trost: 70 Prozent der Kinder besuchten diese innerhalb von 12 Monaten immerhin mindestens einmal pro Woche.

Übrigens: Die erwähnte Umfrage ist von der Kampagne „Dirt is good“ durchgeführt worden. Und diese Kampagne wird von Persil, einer Waschmittelmarke, getragen.

©Markus Hofmann

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