Vögel in der EU stärker unter Druck – vor allem im Kulturland

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Kulturlandarten wie die Feldlerche kommen mit der intensiven Landwirtschaft nicht zurecht.

Schon wieder schlechte Nachrichten. Der Anlass dafür: Der neue Bericht über den Zustand der Natur in der EU.

Picken wir die Vögel raus, die sehr gute Anzeigerinnen für den Zustand der Natur sind.

463 Vogelarten tauchen in den Ländern der EU auf. Und um es zunächst einmal positiv zu formulieren: Fast der Hälfte davon wird ein guter Status beschieden.

Was aber eben auch bedeutet: 39 Prozent der Vogelarten geht es schlecht bis ganz schlecht (von 14 Prozent der Arten ist der Zustand unbekannt).

Vor allem die Trends sind besorgniserregend. Im Vergleich zu vor sechs Jahren hat der Anteil derjenigen Vogelarten, denen es gut geht, abgenommen (um 5 Prozent) und derjenigen Arten, denen es schlecht geht, – Sie ahnen es -, hat zugenommen (um 7 Prozent).

Also genau andersrum also es eigentlich sein sollte. Und wofür die vielen Naturschutzgesetze gemacht worden sind.

Was sind die Gründe dafür?

Ein Teil der Veränderungen lässt sich durch die Andersartigkeiten der Erhebungsmethoden erklären. Doch viel wichtiger ist: Ähnlich wie in der Schweiz sind auch in der EU die Feld- und Wiesenvögel auffallend stark vom Rückgang betroffen. Sie kommen mit der intensiven Landwirtschaft schlicht nicht klar.

Ebenso machen den Vögeln die Verluste an Habitaten zu schaffen: Sei es durch Siedlungsbau oder durch Infrastrukturen für Freizeitaktivitäten. Hinzu kommen die nicht-nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern sowie die Abnahme von alten Wäldern, die besonders biodivers sind. Und schliesslich setzt die illegale Jagd insbesondere den überwinternden Vogelarten zu.

Selbstverständlich gibt es auch Verbesserungen. Zum Beispiel geht es dank speziellen Projekten den vier in den EU-Ländern vorkommenden Geierarten gar nicht so schlecht. Doch die Verbesserungen werden von den negativen Trends überdeckt.

Sodass nur ein Schluss bleibt. Es sieht derzeit nicht gut aus für die Natur Europas.

© Markus Hofmann

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