Konservative Vorkämpferin gegen den Klimawandel

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Margaret Thatcher (1925-2013)

Wenn am 20. Januar 2017 Donald J. Trump Präsident der USA wird, bekleidet ein Geschäftsmann das Amt, der den menschengemachten Klimawandel rundheraus in Zweifel zieht. Er nannte ihn einst einen „Schwindel“:

Berühmtheit erlangte sein Tweet, in dem er die Klimaerwärmung als eine Erfindung der Chinesen bezeichnete:

Auch wenn sein designierter Innenminister, Ryan Zinke, diesen Äusserungen in den Anhörungen widersprach oder sie zumindest relativierte: Grosse Fortschritte in der Klimapolitik sind unter Trump zum gegenwärtigen Zeitpunkt nicht zu erwarten.

Wie im Fall von Trump finden sich Klimawandel-Skeptiker meistens auf der rechten politischen Seite. Historisch gesehen war das allerdings nicht immer so. Es waren gerade auch Konservative und alles andere als grün-linke Politiker, die mahnten, das Problem des Klimawandels ernst zu nehmen.

In recent years, we have been playing with the conditions of the life we know on the surface of our planet. We have cared too little for our seas, our forests and our land. We have treated the air and the oceans like a dustbin. We have come to realise that man’s activities and numbers threaten to upset the biological balance which we have taken for granted and on which human life depends.

Gesagt hat dies Margaret Thatcher, die ehemalige Premierministerin des Vereinigten Königreichs und Vorbild vieler Konservativer und Neoliberaler. Darunter auch solche, die oft nur ein müdes Schulterzucken für den Klimawandel übrig haben.

Doch gerade an der Tatsache des Klimawandels rüttelte Thatcher, die in Oxford ausgebildete Chemikerin, nie. Ihre Reden vor der Uno sind eindrückliche Dokumente dafür. Thatcher nannte die Umweltprobleme bei ihrem Namen:

The evidence is there. The damage is being done.

Als sie die Rede 1989 vor der Uno hielt, stand die Klimawandelforschung noch an ihrem Anfang. Ob und wie stark der Mensch Ursache der Klimaänderung ist, war damals im Vergleich zu heute noch unsicher. Gerade deshalb forderte Thatcher mehr Forschung. Unwissen sei keine Ausrede für das Nichtstun, sagte sie:

But the need for more research should not be an excuse for delaying much needed action now. There is already a clear case for precautionary action at an international level.

Ihre Rede schloss sie mit einem Aufruf, zum Schutz der Umwelt weltweit zusammenzuarbeiten.

Just as philosophies, religions and ideals know no boundaries, so the protection of our planet itself involves rich and poor, North and South, East and West. All of us have to play our part if we are to succeed. And succeed we must for the sake of this and future generations.

One of our great poets, George Herbert, in his poem on  <Man> wrote this: <Man is all symmetry / Full of proportions, one limb to another, And all to all the world besides / Each part may call the farthest, brother; For head with foot hath private amity / And both with moons and tides.>

We are, as the poet said, in symmetry with nature. To keep that precious balance, we need to work together for our environment.

Werden wir Ähnliches je vom neuen US-Präsidenten zu hören bekommen?

© Markus Hofmann

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